Wie viel Garn aufwickeln?

Das kann man in der Regel nicht vorhersagen, weil man den Verlauf eines Fadens in der Spitze nicht überblicken kann. Der Effekt ist, dass eine Klöpplerin in der Regel zu viel Garn aufwickelt, um Knoten zu vermeiden – und zumeist ertappt sie sich dabei, auf jedes weitere Paar noch mehr Garn zu wickeln.
Aus dem Erfahrungs-Schatzkästchen gesprochen geht es dann so weiter:
die Folge sind viele Garn-Reste auf den Klöppeln –
die will man sparsamerweise aufbewahren und auch nicht abwickeln, was zum Kauf weiterer Klöppel führt –
oder man wickelt die Fäden auf ein Stück Pappe, vergisst aber, die Garnstärke zu notieren, was die Reste kaum noch nutzbar macht.
Das bedeutet, dass Garnreste in der Regel am Ende weggeworfen werden, denn man möchte ja auch in der nächsten Spitze keine Knoten haben und weiß nicht, ob das Garn reicht.
 
Das Gegenmittel sind gute Nerven beim Versuch die Menge abzuschätzen und Tricks, mit denen man einen auslaufenden Faden „retten“ kann, z.B. mit Weberknoten oder dem Austausch von Fäden beim Klöppeln.
Wenn der Faden nur wenig zu kurz ist, reicht es manchmal, den Faden mit einem neuen zu verlängern, damit man ihn bis zum Ende nutzen kann.

Zum Verlängern nimmt man am besten das Garn, mit dem man auch gerade klöppelt.

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